Weiche Kontaktlinsen

Weiche Kontaktlinsen bestehen aus bis zu 75% Flüssigkeit und verfügen somit über eine hohe Elastizität.

Man unterscheidet zwischen den modernen individuellen weichen Kontaktlinsen und den standardisierten weichen Kontaktlinsen .

kontaktlinse weich
Bildquelle: Hecht Contactlinsen GmbH

Weiche Kontaktlinsen sind größer als die Hornhaut (Cornea) des Auges und liegen somit auch auf der Bindehaut (Konjunktiva) auf. 

Ihre Bewegung ist geringer als die der formstabilen Kontaktlinsen.

Aufgrund dieser Faktoren sind weiche Kontaktlinsen sehr gut spontan verträglich.

Die Unterspülung der weichen Kontaktlinsen ist weniger gut als bei formstabilen Kontaktlinsen. Der Sauerstoff kann lediglich durch die Oberfläche der Kontaktlinse an die Augenoberfläche diffundieren. 

Sollten dadurch die Stoffwechselvorgänge am Auge nicht mehr ungestört ablaufen können, kann dies zur Unverträglichkeit von weichen Kontaktlinsen führen.

Nicht nur aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die regelmäßigen Nachkontrollen einzuhalten.

Der Austauschrhythmus moderner individueller weicher Kontaktlinsen variiert je nach Kontaktlinsentyp und –material und kann von 3 Monaten bis zu einem Jahr gehen.

Entscheidend für die Nutzungsdauer weicher Kontaktlinsen sind die Tränenfilmbedingungen.

Vorteile und Einschränkungen weicher Kontaktlinsen

Wichtige Vorteile weicher Kontaktlinsen: 

  • hohe Spontanverträglichkeit
  • geringe Verlustgefahr
  • individuell anpassbar

Wichtige Einschränkungen bei weichen Kontaktlinsen:

  • kürzere Tauschintervalle (Nutzungsdauer ca. 1 Jahr)
  • höhere Ablagerungsneigung
  • ungünstig bei Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)
  • pflegeintensiver
  • Einlagerung von Fremdstoffen
  • Stoffwechsel nicht optimal